| Facebook und Co. als Online-Shopping für Einbrecher |
Soziale Netzwerke wie Facebook und Twitter entwickeln sich zu beliebten Werkzeugen für Diebe und Einbrecher.
Das berichtet die Nachrichtenagentur Reuters unter Berufung auf den Bericht eines
britischen Versicherers. Demnach dienen den Verbrechern arglos weiter
gegebene Informationen über Urlaubsfahrten oder teure Einkäufe als Grundlage bei der Suche nach lohnenden Zielen – falsche Freundschaften
in sozialen Netzwerken seien wie "Internet-Shopping für Kriminelle".
Die Masche der Kriminellen setzt dabei auf die Gutgläubigkeit und Naivität der Nutzer. Die gäben laut dem Bericht des britischen Versicherungsunternehmens Legal & General in ihrem Online-Freundeskreis oft für Einbrecher wertvolle Informationen ganz sorglos preis, etwa wann sie im Urlaub seien oder welche Wertgegenstände sie gerade gekauft hätten. Diese Informationen seien zwar nur per Klick akzeptierten Freunden zugänglich – wen sie da in ihren Freundeskreis aufnähmen interessiere sie oft nicht. Nutzer verraten intime Details Bei einer Umfrage von 2092 Mitgliedern sozialer Netzwerke gaben 38 Prozent an, Details über längere Urlaubsreisen oder Wochenendfahrten bei Twitter oder Facebook zu veröffentlichen. "Gepaart mit der Erkenntnis, dass ein alarmierend hoher Anteil der Nutzer bereit sind, sich online mit Leuten zu befreunden, die sie kaum kennen, bedeutet dies eine ernste Gefahr für Heim und Besitz", so das Versicherungsunternehmen in dem Bericht. Bereitwillig Wildfremde zu Freunden gemacht Um zu testen, wie bereitwillig Menschen im Internet andere Nutzer als Freunde akzeptieren, beauftragte das Legal & General ein europäisches Marktforschungsinstitut mit einem Feldtest. Dabei verschickten die Forscher 100 Kontaktanfragen an zufällig ausgewählte Nutzer. Wird eine solche Anfrage bestätigt, sind dem so eingelassenen Nutzer sämtliche Statusnachrichten eines Kontos mit den verräterischen Informationen zugänglich. Die besorgniserregenden Zahlen: Bei Facebook nahmen dreizehn Prozent wildfremde Menschen als Freunde an – bei Twitter waren es sogar 92 Prozent. "Internet-Shopping für Einbrecher" Der ehemalige Einbrecher und Experte des britischen Fernsehsenders BBC, Michael Fraser, half bei der Erstellung des Berichts. Fraser hält es für gut möglich, das professionelle Einbrecher mit den Informationen aus Sozialen Netzwerken Listen mit möglichen Zielen erstellen. Neben den Informationen über längere Reisen und damit hervorragende Einbruchsgelegenheiten veröffentlichten die Menschen auch Fotos ihrer Häuser und erzählten von wertvollen Einkäufen oder Geschenken. "Ich nenne das Internet-Shopping für Einbrecher", so Fraser. "Es ist unglaublich einfach, Soziale Netzwerke zu nutzen um Menschen als Ziele auszumachen und dann weitere Informationen über ihr tatsächliches Zuhause auszuspähen, alles gemütlich vom Sofa aus." So schützen Sie sich Dabei ist der Schutz vor solchen digital aktiven Kriminellen recht einfach. Nutzer sollten darauf achten, welche Informationen sie online preisgeben. So sollten Sie niemals Ihre tatsächliche Adresse angeben und auch auf detaillierte Informationen zu Urlaubsreisen verzichten. Achten Sie auch darauf, welche Informationen ihre Kinder in Online-Profilen aufführen. Vor allem sollten Sie niemals unbekannte Menschen einfach so zu Internet-Freunden machen. (Quelle(n): dpa / t-online.de) |

Soziale Netzwerke wie Facebook und Twitter entwickeln sich zu beliebten Werkzeugen für Diebe und Einbrecher.